Freitag, 2. September 2011

Cat traf das absolut BÖÖÖSEEEE

Auf der heutigen TO DO-Liste stand die Alien Registration Card, damit wir uns endlich ein Smart Phone holen können. Dieses Land setzt es einfach voraus, doch dazu später mehr.

Erstmal habe ich schön bis mittags durchgeschlafen und habe erst einen Schreck gekriegt, ob das nun am Jetlag lag. Doch bei näherer Betrachtung und dem Abziehen der Stunden, um deutsche Zeit zu kriegen, war ich mir sicher: Nein, ich hab tatsächlich nur ausgeschlafen.
Nach weiteren 2 Stunden des Aufraffens waren wir dann endlich in der Lage uns Richtung Nakano zu bewegen um besagte Alien Registration Card abzuholen.

Als ich in Nakano ankam, war mir sehr schnell klar: diesen Stadtteil wirst du lieben.
Als aller erstes hab ich mich halb verlaufen, um kurz danach festzustellen, dass ich um mein Ziel herumgelaufen bin. Es war einfach doch viel einfacher und sofort ersichtbar vom Bahnhof aus, als erwartet. Also gings von hinten einmal quer durch über die Parkplätze zum Haupteingang.
Jan und ich bekamen das Formular für den Antrag in die Hand gedrückt, waren fröhlich am ausfüllen, bis wir merkten, dass keiner von uns daran gedacht hatte, die Adresse unserer Wohnung mitzunehmen. Ja, lacht uns nur aus. Aber man stellt sich sofort auf die japanische Denke ein und auf dem Hinweiszettel für die Alien Registration Card stand: Bringen Sie Ihren Passport und zwei Photos mit. Ja, das taten wir ja auch. Eine lausige Ausrede. ^^;
Jedenfalls dachten wir uns dann: Hey, fragen wir doch mal, ob wir kurz ins Internet dürfen. Die sehr nette Dame am Schalter lächelte uns an: Ja, natürlich.... benutzen Sie doch einfach Ihr Handy. Das Amt selbst hatte kein Internet. Dafür hatte sie eine Karte für uns und wir haben es tatsächlich geschafft, uns da zu finden. Jan, wusste noch grob die Nummer der "Straße" und ich von unserer Wohnung. YATTA! We did it.
Nebenbei lernten wir noch einen sehr netten Kollegen von der Ludwigshafener Uni kennen , der dort auch japanische Wirtschaft studiert. Tokyo ist ein Dorf.

Da wir danach noch viel Zeit hatten, bis wir uns mit Kommilitonen in Shinjuku treffen wollten, aber zu wenig um nach hause zu fahren, schlenderten wir noch in Nakano rum. Die Einkaufsmeile dort ist so schön und mit vielen Kranichen dekoriert. Die Geschäfte boten alles, was einen interessieren konnte und die Futtermeile daneben hatte von traditionell bis modern alles dabei. Trotzdem gab es dann aber Oden vom Kombini, weil ich mich da schon so sehr drauf gefreut hatte. Man, ich hab echt vergessen, dass Oden sogar noch besser schmeckte als in meiner Erinnerung.

UND DANN traf ich das absolut Böse. Ein Laden für Taschen und Kleinkram und ich wollte doch noch unbedingt eine Brieftasche kaufen.
Darf ich vorstellen? Mein neues Behältnis für meine Suica-Karte (Bahnticket-Karte).

Außerdem habe ich mir eine Federtasche geholt. Sagt man das noch? Federtasche? Naja jedenfals die musste auch mit. Und es waren ja beides praktische Dinge... daran glaube ich immer noch. ö.öNatty, schick mir Geld und ich hol dir da auch was. *3*
Ich liebe diesen Laden so sehr, dass ich ihn schon wieder angefangen habe zu hassen. So viele tolle Sachen und so viel Restvernunft, die einen abhält, alles zu kaufen.

Nach meiner Begegnung mit der "Hölle" "besichtigten" wir noch einen Mehrstöckigen Supermarkt, der so groß war, dass ich Jan (!!!) zweimal aus den Augen verlor.... und das auf einer Etage.

Da wir für unser Treffen in Shinjuku zu früh dort ankamen, machten wir noch eine kleine Runde durch Shinjuku, besichtigten das Kabuki Chou, die Hosts und mein Lieblings-Hostclub-Werbeposter (das hängt mindestens schon 3 Jahre da XDDD). Leider blieb dann nicht mehr genug Zeit, als ich das Marui One in der Ferne erblickte, auch noch dahin zu laufen. Aber Shinjuku wird ja eh bald meine zweite Heimat, wenn ich da jeden Tag durch muss.
Das Treffen mit unseren Studienkollegen ging erstmal schief. Irgendwie müssen wir etwas mit dem Treffpunkt falsch gemacht haben, da wir da, wo wir standen, niemanden finden konnten. Als ich gerade schon bereit war, nach Hause zu fahren, rief mich ein Bekannter ein, den ich vor drei Jahren in Japan kennen gelernt hatte und trafen uns kurzerhand mit ihm.

Nach einer wirklich mächtigen Portion Ramen ( ja, ich habe sie wie erwartet nicht geschafft ^^; ) sammelten wir Daniel ein und gingen ein wenig trinken.
Eine Kette, bei denen Daniel wohl schon (seeehr) oft war und dessen Namen ich nicht mehr weiß (wurde er genenannt? ^^; ich hab noch Jetlag, Ausrede für alles), wurde für unsere Runde ausgewählt. Abgesehen davon, dass die Drinks mehr Wasser als Alkohol enthalten, waren da echt super leckere Sachen dabei. Mein Highlight war ein Drink, zu dem man sich frische Kiwi ausquetscht und in den Drink gibt. Ich meine, ich liebe Kiwi, aber das war göttlich. **

Nebenbei habe ich Eldred (Spoiler/ich muss mal angeben XD: Eldred arbeit als Grafik Designer an Spielen wie Street Fighter 4 und Filmen wie Transformers) über sein Handy ausgequetscht. Ein schmuckes Android mit Vertrag bei AU. AU, Softbank und Docomo sind die großen Namen im Handy Geschäft. Die meisten von uns gehen zu Softbank, weil sie sehr Ausländerfreundlich sind (anders als Docomo), haben aber den schlechtesten Empfang von allen dreien. Wir haben es direkt verglichen mit Daniels Iphone. Die gleiche Seite sollte geladen werden. AU war zwei bis dreimal schneller... Nun steht für morgen Roppongi auf dem Speiseplan, um dort bei einem englischsprachigen AU Store ein Smart Phone zu kriegen.
Einmal Smart Phone, immer Smart Phone... wie man nicht zu letzt bei unserer Alien Registration Card gemerkt hat. Außerdem brennt es mir in den Fingerspitzen, endlich mit dem Shopping Service aktiv zu werden...

und das werde ich... stay tuned <3



Donnerstag, 1. September 2011

Japan, da bin ich und ich werde geliebt ^^




Seit Samstag fand die Verabschiedungsorgie statt. Dort mit gutem Essen und klasse Gesellschaft gingen wir am Sonntag zu einer kleinen Runde mit Kinoabend auf Kazuus Arbeit über.( Repo the genetic Opera) gehört auf die Bühne oder Leinwand. Besagte Runde traf sich auch Montag zum gemeinsamen Shisha-Rauchen im Marakesh.
Dienstag liefen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren. Es wurde gepackt, in Deutschland abgemeldet, Calvin eingesammelt (ein Freund aus New York, der am gleichen Tag wie ich nach Hause flog), mich von meinen Großeltern, von meinem Papa verabschiedet und mit meiner Mama essen gewesen.
Mein Abschied wurde zelebriert von allen Seiten und so konnte ich gut gelaunt, aber seit halb 5 uhr früh wach, nach Japan starten.
Auf dem Flughafen Schönefeld wurde ich von Natty <3 und Papa Neumann verabschiedet. Leider konnten meine Eltern nicht kommen, doch sie wurden würdig vertreten.

Ein letztes Bibbern gab es noch bei der Gepäckaufgabe. Aber mein Pokern ging auf. Ja, meine Reisetasche war um einiges größer, als Aerroflot als maximale Grenze ausgab. Doch ich wusste, dass selten wirklich Aeroflotleute am Schalter sitzen und diese eher auf das Gewicht achten als auf so etwas Banales.
Dazu kommt, dass ICH weniger Gepäck hatte als Jan. Er war mit 23,2kg 200g über der Grenze. Ich war mit 21,8kg sogar noch sehr gut darunter. Hätte wohl auch keiner gedacht, hm?
Mein Handgepäck war dafür übergewichtig, aber das wird ja nie gewogen. YES!

Leider gab es dann nur ein winziges Missverständniss mit den Tickets. Nichts gravierendes, aber ich bat die nette Dame am Schalter, uns Plätze am Notausgang einzutragen, damit Jan wenigstens ein wenig mehr Platz hatte. Sie fragte nur noch: Fenster oder Reihe?! Naja die knapp 3 Stunden bis nach Moskau sind wir super am Fenster neben dem Notausgang geflogen.
Ab da an nach Tokyo so gar nicht mehr. Mittelreihe und Jan passte gerade so noch auf seinen Platz, aber die Beine bewegen konnte er nicht mehr.

BTW habe ich den Flughafen Sheremetyevo kaum wieder erkannt. Vor drei Jahren war das noch ein Gebilde aus Baustelle und überteurtem Parfümhandelprotz. Jetzt ist das ein ansehnliches, stilvolles Gebäude mit riesiger Glasfront, sodass man seinem Flugzeug beim beladen werden zugucken.
Außerdem war das Flugzeug wesentlich luxuriöser als vor drei Jahren und sogar mehr als bei British Airways. Gut, dass jeder Sitz einen eigenen Bildschirm hat, haben bereits viele. Neu (für mich) war allerdings die Fernbedienung daneben, die auch als Controler fungieren konnte und dem LAN und USB Anschluss. Die Filmauswahl war auch nicht schlecht und RIO hat mir viel Freude bereitet auf dem Flug. Das Essen war auch super, waren da leckere Kuchen dabei... **

In Narita kamen wir bereits 5 Minuten zu früh an und das trotz Taifun-Warnung. Irgendwie fühlte es sich auch wie eine Rückkehr an, so oft, wie ich da schon über den Teppich geschritten bin.
Das Prozedere blieb das selbe: Fingerabdrücke, bitte lächeln, Danke! Dann das Gepäck abholen und durch die letzte Kontrolle nach draußen.
Der NEX (Narita Express) fuhr auch gleich 10 Minuten später, sodass wir zeitig in Shinjuku ankamen und mehr als zu früh in Shin-Nakano im Fontana-Büreau.

Nach all den Vertragsformailitäten und einem Batzen Bargeld ging es dann endlich nach oben zu unseren eigenen vier Wänden.
Sehr zu meiner Überraschung war der Grundriss nicht ganz korrekt. Die beiden Zimmer waren vertauscht. Nein, viel besser der Balkon war es und ich wollte ja das Zimmer mit Balkon und bekam auf einmal einen Wandschrank und Fernseher dazu. Woooow....

Nach dem ich das zweite Mal auf dem Balkon stand, um nach Daniel ausschau zu halten,e rwischte ich ihn perfekt und so gab es ein freudiges Wiedersehen.
Zusammen zog es uns sogleich nach Harajuku und durch die Geschäfte. Ich bin stolz auf mich, die Verführung war groß, doch ich blieb standhaft und habe nichts gekauft. Gut, um ehrlich zu sein, war ich so übermüdet, sodass die Entscheidung mich schlicht weg überforderte.
Closet Child gab mir dafür nochmal den Anstoß meine Live Shopping Servise Idee war zu machen. Dort hängen begehrte Prints zu humanen Preisen, die die Website nie erleben werden und ich könnte sie der internationalen Öffetnlichkeit zur Verfügung stellen. Ja, ich brauche jetzt nur noch ein Internetfähiges Handy (ist in Arbeit und kann sich nru noch um Tage handeln) und dann steh ich für euch bereit. <3

Und dann hab ich auch genug Kleingeld für Hangry&Angry, Mint Neko und Putumayo.

Am Abend trafen wir uns noch mit Michaela zu einem Matcha Frappucino, um dem Geschmackssinn auch noch mal um die Ohren zu klatschen, dass man doch endlich in Japan steht! Das Realisieren fiel mir noch immer schwer. War ich wirkich so plötzlich in Tokyo? Ich war doch eben noch in Berlin... nja dazu kamen 36 Stunden Übermüdung, die das noch förderten.
Ja, dem geneigten Betrachter fallen glasiger Blick, dicke Augenringe und ein aufgedunsener Ausdruck auf.

Danach schlenderten wir noch etwas durch Shibuya und konnten Daniel sogar dazu bewegen, dass er ein paar Purikura mit uns macht. Es war ein Kampf, doch im Nachinein hatte er doch festgestellt, dass das ja doch Spaß macht.
Demnächst werde ich die von ihm genehmigten Ergebnisse hier auch noch ergänzen, denn da sind wieder wirkich tolle Bilder entstanden. Ich liebe es, wenn Menschen Mut zum lächerlich machen besitzen. XDDD Es war wirkich lustig.

Just in diesem Moment, in dem ich mit meinen Großeltern, Mutter, Schwester, Martin Brüderchen skype und mit Yuuki, Natty und Jana chatte, sind die beiden weiter in Shibuya unterwegs und machen Party. Ich wäre ja auch gerne dabei gewesen, aber die Vernunft ließ mich erstmal wieder in der Wohnung einkehren mit luxuriös teuren Äpfeln, Gurken und Camombert (er schmeckt scheußlich, war aber preislich noch human).

Desweiteren habe ich mal wieder auf der Straße liegende (besoffene) Japaner gesehen. Sich selbst in der Yamanote angekotzte und einen perversen (?) Geschäftsmann, der sich im Schritt rumgrabschte. Mir war nicht klar ersichtlich, ob er nun aufs Klo musste oder nunja...


Ansonsten waren die Fashion-Eindrücke hier wieder einzigartig. Tokyo ist eben doch eine Mode-Metropole wie kaum eine zweite.

Mit all diesen Eindrücken sollte ich... oh man es ist schon 2:14...

Ja, gute Nacht... Ihr Lieben ^^~